Die Lampenstory

Vor vielen vielen Jahren, im Winter 1978, bin ich mit meiner damaligen Freundin und heutigen Frau und ihren beiden Schwestern, B. und W.sowie den dazugehörigen Freunden, in den Schwarzwald gefahren. Schneewandern, Schlittenfahren, Eislaufen auf dem Titi See und viel Spass haben stand auf unserem Programm.
Gewohnt haben wir auf einem Bauernhof. Unter uns der Schweinestall. Ihr könnt euch schonmal vorstellen, wie es da gemuffelt hat.
Wir kamen also frohgelaunt an und staunten nicht schlecht über den Geruch. Seis drum, abends sind wir in ein nahgelegenes Restaurant gefahren zum Abendessen. Einige Bierchen brachten uns in die richtige Stimmung.
Ich muß noch hinzufügen das wir fast alle im selben Alter waren. Mein Schwager in spe H. war 1,5 älter,mein zweiter Schwager mal gerade 2 Monate älter als ich. Mein Schwager in spe H. war allerdings der "älteste" von allen mit etwas um 25 Jahre.
In besagtem Restaurant hing über dem Tische eine dieser Lampen, die man hoch und runter ziehen konnte. Jeder von uns hat mindesten 2-3 mal diese Lampe angefasst und hoch oder runter bewegt. Jedesmal sagte mein Schwager in spe H.: Mensch lass das doch, ist doch kein Spielzeug. Jedesmal haben wir uns amüsiert, weil er den "Ältesten" und "Verantwortlichen" spielte.
Irgendwann nach dem wer weiß wievielten Mal, fasste mein Schwager in spe H. die Lampe wirklich zum erstenmal an und wollte sie in die Grundstellung bringen, als der aufgebrachte Kellner herbeirauschte und meinen Schwager in spe H. anschnauzte: Mensch lassen Sie doch endlich mal die Lampe in Ruhe. Die ist doch nicht zum Spielen da. Mein Schwager in spe H. war total überrascht und stotterte : Ich wollte sie doch nur...! Ja ich beobachte das schon länger , ständig wird an der Lampe rumgezogen. Unterlassen sie das bitte.
Wir anderen mußten ja insgeheim grinsen, das unser "Ältester" den Anschiß bekam, obwohl er in diesem Fall wirklich unschuldig war. So ist das halt manchmal, die Älteren müssen immer für die kleineren oder Jüngeren gerade stehen.
Aber selbst heute, 26 Jahre später, lachen wir immer noch über dieses Annekdötchen.

B.W.H und H.H.M